Dissertation Kunst: Mehr Förderung für künstlerisch-wissenschaftliche Forschung
Mit dem Stipendienprogramm Dissertation Kunst fördert die Claussen-Simon-Stiftung Kunstschaffende aller Sparten, die sich in ihrer Promotion künstlerisch und wissenschaftlich mit einer Forschungsfrage auseinandersetzen. Besonders wichtig ist die Sichtbarmachung der Forschung über den akademischen Kontext hinaus: Das bedeutet, dass die Kooperation mit einem Theater, Museum, Konzert- oder Literaturhaus, einer Galerie oder einem anderen dritten Ort verpflichtend ist. So können die Ergebnisse der Forschung präsentiert und in der künstlerischen Praxis erfahrbar gemacht werden.
Vormals war die Förderung künstlerisch-wissenschaftlicher Promotionen an unser Stipendienprogramm Dissertation Plus gekoppelt. Seit diesem Jahr bündeln wir diese Stipendien in einem eigenen Programm. Neben der finanziellen Förderung erhalten die Stipendiat:innen eine ideelle Förderung und den Zugang zu einer wachsenden Community von Kunstschaffenden und Expert:innen aus der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung (auch artistic research genannt). Das fördert den Austausch und stärkt das Selbstbewusstsein der Promovierenden in diesem Feld.
Voraussetzung für eine Bewerbung für das Stipendienprogramm Dissertation Kunst ist die Zulassung als Doktorand:in an einer promotionsberechtigten Hochschule in Deutschland oder an der MUK Wien, zudem die Kooperationszusage eines dritten Orts. Der Karriereweg nach der erfolgreichen Promotion kann sowohl in die akademische Welt führen wie auch rein künstlerisch verlaufen. Eine Bewerbung für das Stipendienprogramm Dissertation Kunst ist vom 1. bis 30. November 2026 über das Bewerbungsportal der Claussen-Simon-Stiftung möglich.
Ebenfalls im Programm Dissertation Kunst schreiben wir alle drei Jahre das Opernstipendium aus. Dieses Stipendium ist themen- und fachgebunden, da es um die Erarbeitung einer Oper geht, die um eine wissenschaftliche Begleitforschung ergänzt wird. Dieses Stipendium vergeben wir gemeinsam mit der Hamburgischen Staatsoper und dem Institut für kulturelle Innovationsforschung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.
Aktuell befinden sich sechs Stipendiat:innen in der Förderung, wobei es sich um fünf Stipendiat:innen im Bereich der künstlerisch-wissenschaftlichen Forschung handelt und um eine Opernstipendiatin. Schwerpunkt und Disziplinen reichen von der Erarbeitung von Kompositionen auf Grundlage von Vogelgesang über die Erforschung des Prinzips „Nachmachen“ in der Performancekunst bis zur Forschung über (Nicht-)Sichtbarkeiten von Transness im zeitgenössischen Tanz.